Zum diesjährigen Rennsteigjubiläum
wurden viele Rekorde gebrochen: Teilnehmerrekorde, Streckenrekorde und auch
zahlreiche persönliche Rekorde.
Aus den Reihen meiner
betreuten Läufer waren diesmal mehr denn je am Start. Dabei gab es neben den
Wiederholungstätern auch einige „Rennsteigneulinge“. Mit einer guten Zeit von 07:15:06 Std. beim
Supermarathon (72,7 km) gab Christoph Mehnert aus Bautzen einen gelungenen und
für ihn zufriedenstellendenen Einstand. Ebenso finishte Michael Große aus
Bernsdorf erstmalig den Supermarathon. Für ihn blieb die Uhr im „schönsten Ziel
der Welt, in Schmiedefeld“ bei 07:57:14 Std. stehen. Für Martina Dolezych aus
Hoyerswerda war es bereits der vierte Start über den Supermarathon, den sie
diesmal in 10:56:57 Std. erfolgreich absolvierte. Marlies Röhle aus Niesky
wagte sich in diesem Jahr nach Starts in den Vorjahren über den Halbmarathon an
den „Ganzen“ ( 43,5 km) und konnte nach 04:32:24 Std. die Ziellinie überqueren.
Auf der Halbmarathonstrecke verpasste Petra Hesse aus Dippoldiswalde mit
02:00:44 Std. zwar nur knapp die 2 Stundenmarke, war aber mit ihrem Lauf sehr
zufrieden. „Es hat wieder einmal richtig Spaß gemacht“, schrieb sie mir in
ihrem Bericht vom Lauf. Ebenso zufrieden begegnete ich Gerd Röthig (M60) aus
Niesky auf dem Festplatz in Schmiedefeld. Für ihn stand der Start über den
Halbmarathon kurzfristig noch in Frage. Um so erfreulicher war für ihn seine
Zeit von 01:57:02 Std..
Nach dem ich selbst im
letzten Jahr beim Supermarathon schmerzliches Lehrgeld gezahlt hatte, wollte
ich es in diesem Jahr besser machen. Das ist mir auch gut gelungen. Von Beginn
an ließ ich es diesmal etwas ruhiger angehen und nahm mir auch an den
Verpflegungsstellen mehr Zeit, um ausreichend zu trinken und den berühmten
Haferschleim zu probieren. Am Grenzadler und dem anschließenden Anstieg bei ca.
Kilometer 55 stand im Vorjahr der Mann mit dem Hammer. Daran denkt man
zwangsläufig an dieser Stelle wieder und horcht respektvoll in seinen Körper.
Diesmal „alles gut“ und ich konnte den
Anstieg in Richtung Rondell problemlos hochlaufen. Auch die noch folgenden
Anstiege über den Beerberg (973 Hm) und den Rosenkopf (938 Hm) konnte ich im Laufschritt bewältigen.
Zwar wurden die Beine langsam schwer und müde, aber kein Muskelzucken wie im
Vorjahr. An der Schmücke bei Kilometer 64 war ich mir dann schon ziemlich
sicher, dass ich trotz langsamerer Anfangsgeschwindigkeit als im Vorjahr meine Zeit
unterbieten werde. Noch ein Schluck Cola und es ging jetzt fast nur noch bergab
dem Ziel entgegen. Gerade beim Bergablaufen schmerzen natürlich die
Oberschenkel nach der bereits absolvierten Strecke besonders. Das nahe Ziel und
anfeuernde Wanderer sorgten auf dem letzten Teilstück für meine schnellsten Kilometer an diesem
Tag. Nach 06:14:38 Std. hatte ich im Ziel meine Vorjahreszeit um gute 4 Minuten
unterboten. Mit der Zeit und dem Verlauf sehr zufrieden, war ich natürlich
trotzdem im Ziel mächtig platt.
Rundum für alle ein
erfolgreiches Lauf-Wochenende am Rennsteig.
Einen herzlichen Dank auch wieder
an den Veranstalter für die gewohnt sehr gute Organisation!
Am Sonnabend, dem 05. Mai zur kühlen Abendstunde um 19.15 Uhr starteten die Senioren der Ak 55 in Marburg bei den Deutschen Meisterschaften über die 10.000m auf der Bahn. Dabei konnte sich Dietmar Müller, der schon seit vielen Jahren nach meinen Vorgaben trainiert und für den LSV Pirna startet, unter 7 Startern souverän den Meistertitel erkämpfen. Mit seiner Zeit von genau 35:00 Minuten hatte er einen beachtlichen Vorsprung auf den Zweitplatzierten von 42 Sekunden. Herzlichen Glückwunsch Dietmar!
Dietmar Müller im Februar 2012 währender Laufwoche auf Fuerteventura
Der Berliner Halbmarathon
Anfang April ist für viele Laufsportler ein fester Termin im Laufkalender. 29
000 Läufer und Walker waren diesmal am Start. Es hätten sicher auch mehr sein
können, wenn es nach dem Zuspruch gegangen wäre. So zeitig wie noch nie waren
diesmal die limitierten Startplätze vergeben.
Die Wetterbedingungen waren im Vergleich zum Vortag, wo es noch
geschneit und gestürmt hatte, beinahe ideal. Es war trocken und auch der Wind blies
nicht all zu kräftig. Die Temperatur um 5 Grad hielt selbst die wärmegewohnten
Kenianer nicht von Weltklassezeiten ab. So blieben 5 Kenianer unter der
Fabelzeit von einer Stunde. Wie immer
war auch in diesem Jahr der Lauf ein stimmungsvolles Ereignis. Tausende
Zuschauer und viele Livebands sorgten wieder für eine begeisternde
Lauffeststimmung. Von dieser Stimmung getragen wurde auch das Stadtoberhaupt
von Lauta, Hellfried Ruhland. Für ihn war es mit einer Zeit von 02:32: 14 Std. eine
gelungene Primäre über diese Strecke.
Vor 2 Jahren mit dem Laufen wieder angefangen, war es ein langfristig
gestecktes Ziel an diesem Lauf teilzunehmen. Auf diesem Weg habe ich ihn bei
zahlreichen Trainingsläufen begleitet. Nach Zinnowitz im Jahr 2011 war Hellfried
in diesem Jahr auch bei der Laufwoche
auf Fuerteventura dabei, um einige Tage intensiver mit Gleichgesinnten
zu trainieren. Seine vielen Trainingskilometer wurden nun mit einem schönen
Lauferlebnis belohnt. Ich selbst hatte mich zusammen mit meiner Frau Veronika auch
schon zeitig genug in die Starterliste eingetragen, um einen Startplatz zu
sichern. Während es für Veronika bereits der Frühjahrshöhepunkt war ging es für
mich auf dem Weg zum Rennsteig-Supermarathon darum die Form zu überprüfen. Veronika unterbot einmal mehr die 2-Stundenmarke
mit einer Zeit von 01:59:55 Stunden. Aufgrund
gesundheitlicher Probleme in den letzten Tagen, wollte ich den Lauf erst einmal
ruhig angehen lassen. So tastete ich mich anfangs von Kilometer zu Kilometer
vorsichtig an ein zügiges Tempo, um zu sehen, was geht. Somit wurde es ein
langer Steigerungslauf, in dem ich die 2. Hälfte 2 Minuten schneller war als
die erste. Mit einer Zeit von 01:18:52 wurde ich sogar noch 2. In der AK 55,
nur 6 Sekunden hinter dem Erstplatzierten. Wenn man auf den letzten Kilometern
noch einmal richtig Gas geben kann, motiviert das natürlich mehr, als wenn man nichts mehr zum Zusetzen
hat. Solche Läufe, bei denen man sich nicht zu viel vornimmt, machen natürlich auch besonders Spaß.
Hellfried Ruhland beim langen Trainingslauf auf Fuerteventura
Gemeinsam mit der Laufschule
Düsseldorf, die von meinem Sohn Daniel betrieben wird, entstand vor einem Jahr
die Idee eine Laufwoche im Winter auf Fuerteventura zu organisieren. Die
Entscheidung zum Ort und Hotel fiel auf das Hotel OASIS PAPAGAYO in Corralejo
im Norden der Insel. Uns war bekannt, dass dieses Hotel von zahlreichen
Triathleten zur Saisonvorbereitung in den Wintermonaten genutzt wird. Die
Teilnehmer unserer ersten Laufwoche auf Fuerteventura kamen aus Sachsen,
Berlin, Duisburg sowie Mühlheim a.d. Ruhr. Vom ersten Tag an bekamen wir das,
weshalb wir uns dieses Reiseziel ausgesucht hatten: Sonne satt. Tägliche
Temperaturen zwischen 20 und 25 °C ließen schnell die klirrende Kälte der
letzten Tage in Deutschland vergessen. Viele hatten die Wirkung der Sonne
unterschätzt. Sonnenbrand und leichte Kreislaufprobleme waren nach 2 Tagen das
Resultat, was aber bei niemandem zu Trainingseinschränkungen führte. Jeden
Morgen war vor dem Frühstück ein lockerer Lauf zum ca. 2,5 km entfernten Strand angesagt. Nach einigen
QIGONG –Übungen mit Meeresblick und bei aufgehender Sonne ging es wieder
zurück. Beim täglichen Vortrag nach dem Frühstück gab es jeden Tag interessante
Themen zum Lauftraining und zur richtigen Ernährung. Besonders dieses Thema
wurde häufig weiter diskutiert und der eine oder andere Hinweis bereits auch
praktisch in die Tat umgesetzt. Das angebotene Buffet zu den Mahlzeiten war
sehr gut auf Sportler eingestellt und bot dafür auch alle Möglichkeiten. Fuerteventura
ist eine ausgesprochen karge Vulkaninsel, geprägt von steinigen Vulkanbergen
und zu dieser Zeit auch ohne nennenswerten Pflanzenbewuchs. Unsere
Trainingsstrecken führten uns zum Teil durch eine wüstenähnliche
Dünenlandschaft oder auch durch und über die Vulkanberge. An den Nachmittagen
sorgten eine Mountainbiketour, eine Vulkanwanderung sowie ein Bootsausflug zur
nahegelegenen Insel Lobos einschließlich 3 stündiger Wanderung und
Vulkanbesteigung für Abwechslung. Zum Abschluss der Woche gab es ein positives
Fazit von den Teilnehmern, was sich unter anderem durch den Wunsch nach einer
Wiederholung im nächsten Jahr ausdrückte. Unter den Teilnehmern der Laufwoche waren auch Marlies und Dietmar Müller. Beide gingen eine Woche später in Ohrdruff bei den Deutschen Crossmeisterschaften an den Start. Marlies errang dabei Platz 11 und Dietmar erkämpfte sich über 6,4 km nach seinem Vorjahressieg diesmal den Vizelandesmeistertitel in der AK 55.
Beim Greifswalder Sylvesterlauf am 31.12.2011 konnte ich das vergangene Laufjahr noch einmal mit einem Gesamtsieg über 6,2 km erfolgreich beenden. Erfolgreich war auch mein erster Start 2012. Am letzten Wochenende (28./29.01.) fanden die 20. Landes-Hallenmeisterschaften der Senioren in Chemnitz statt. Über die Distanz von 3000 m gab ich bei diesen Meisterschaften meinen Einstand in der Senioren-AK 55. Wieder einmal ohne unterstützende Konkurrenz war es ein Lauf gegen die Uhr. Mein selbstgestelltes Ziel war, den aktuellen Sachsenrekord über die 3000 m von 09:48 Minuten zu knacken. Dieser wurde erst im vergangenen Jahr bei den Deutschen-Seniorenhallenmeisterschaften von Jürgen Tuch (Chemnitzer LV MEGWARE) aufgestellt. Die letzten schnelleren Wiederholungseinheiten über 1000m deuteten schon darauf hin, dass ich gegenwertig 3 mal eine 03:15 Minuten pro Kilometer laufen könnte. Somit war mir schon vorher klar es könnte knapp werden und ich hatte nur mit einem gleichmäßigem Tempo im Alleingang eine Chance. Den ersten Kilometer konnte ich auch exakt in 03:15 Minuten absolvieren. Der zweite Kilometer war dann mit 03:17 Minuten auch nur geringfügig zu langsam. Aus meinen Erfahrung von unzähligen 3000m-Rennen wusste ich, dass man den letzten Kilometer auf dieser Distanz mit gleichmäßigem Verlauf, mit etwas Kampfgeist noch „was drauf packen“ kann. Unterstützt vom Hallensprecher und der Hallenatmosphäre lief ich den letzten Kilometer noch einmal in 03:14 Minuten , so dass die Uhr am Ende 09:46:12 Minuten anzeigte. Neuer Sachsenrekord!
Die Familie Hanusch, das sind Sylvia, Steffen und der 13 jährige Sohn Nils aus Brieske, nahmen bereits zum 2. Mal an einem Laufseminar teil. Aus ihrer Sicht berichtet Steffen von dem Wochenende:
"Inoffizielles HM-Debüt für Nils Hanusch:
Nachdem der im letzten Jahr
12-jährige Nils Hanusch bei km 7 auf
Anraten des Trainers Ralf Harzbecker
wenden „musste“, war es in diesem Jahr endlich so weit für ihn. Anlässlich des
Laufwochenendes vom 04.-06.11.11 in Zinnowitz unter der fachgerechten Anleitung
von Ralf Harzbecker wartete auf die
12 Teilnehmer ein breit gefächertes und straff durchorganisiertes Programm.Vom morgendlichen Lauf am
Strand mit QIGONG, der Theorie über Sportverletzungen, einem intensiven
Lauf-ABC, Steigerungsläufen mit Videoanalyse und -auswertung, Aqua-Jogging,
Sauna bis hin zum langen Ausdauerlauf war alles dabei.Der Nichtteilnehmer fragt
sich sicher, wie man das alles in 48 Stunden unterbringen kann.
Die Antwort ist einfach: Ralf
fragen!
Sonntag, 06.11.11: Um 11.00
Uhr startete bei bestem Laufwetter die Laufgruppe am Hotel Baltic in Zinnowitz
auf dem Radweg in Richtung Osten.
Zunächst ging es die
Strandpromenade entlang, wo wir die ersten mehr oder weniger qualifizierten
Anfeuerungsrufe der träge dahin schlurfenden Passanten vernahmen. Dann liefen
wir durch den herbstlich bunt gefärbten Buchenwald, weiter über den Deich bis
nach Koserow. Dies war der besagte Wendepunkt bei km 7, was für einige unserer Kursteilnehmer
das erklärte Ziel darstellte. Die verbleibende 8 köpfige Gruppe lief gemeinsam
weiter durch den hügelig/bergigen Waldabschnitt bis nach Kölpinsee (km 10,5).
Die Hardcorevariante ging bis
zur obersten Spitze des Streckelsberges an der Steilküste zwischen Koserow und Kölpinsee.
Am Wendepunkt gab’s eine
kurze Wasserpause und anschließend ging’s retour. Fantastisch war, dass die
gesamte Gruppe ein gemeinsames Tempo gefunden hatte und so wie in einem Sog
nach ca. 2 Stunden wieder vorm Hotel Baltic die imaginäre Ziellinie überquerte.
Natürlich gab es den Schluss-Sprint, den Nils knapp für sich entscheiden
konnte.
Der Blick auf die diversen
GPS verriet mit gewissen Ungenauigkeiten zwischen den einzelnen Gerätetypen: 21,0
km, so dass man korrekterweise nicht ganz offiziell vom HM sprechen kann. Es
ist aber sicher, dass alle Teilnehmer die fehlenden 195 m noch geschafft
hätten.
Für Nils ein wichtiger Moment
in seiner sportlichen Karriere, konnte er doch komplett unter „Aufsicht“ seines
Trainers diese Strecke erstmals absolvieren.
Abschließend waren - beim
gemeinsamen Auftanken der Energiespeicher beim Italiener - alle Teilnehmer
einer Meinung: Dies war ein super tolles Wochenende mit perfekten
Trainingsbedingungen, einem tollen Team und dem Wunsch nach Wiederholung.
Danke Ralf!
Steffen Hanusch, 07.11.11"
Auch der Trainer hatte seinen Spaß beim gemeinsamen Sprinttraining und ist vor Freude förmlich abgehoben.
Da ich von vielen Bekannten aus der Laufszene häufig zu meinem Befinden nach dem Berlin-Marathon gefragt
werde, hier ein kurzer Bericht vom letzten Wochenendausflug in die Dresdener
Heide. Vor einigen Jahren bin ich an gleicher Stelle schon einmal an den Start
gegangen. Ich wusste also, was mich im ehemaligen Waldbad von Dresden Klotzsche
hinsichtlich der Profilierung der Laufstrecke erwartet: Cross pur, mit heftigen
Anstiegen und schnellen Bergabpassagen. Nach einer Woche Laufpause nach dem Desaster
von Berlin konnte ich in den letzten 2 Wochen wieder ganz gut trainieren und
wollte schon noch den einen oder anderen Lauf im Herbst absolvieren. Das
Laufjahr wollte ich so noch nicht beenden und meine gute Form zum Berlin-Marathon
noch etwas erhalten.
Ab der AK 40 waren 6 Kilometer gemeinsam mit den Frauen
aller AK und den Jugendlichen ausgeschrieben. Die“jungen Wilden“ waren zwar am
ersten Berg die Ersten, am Ende konnte ich allerdings mit deutlichem Vorsprung
den Lauf gewinnen. Damit ist, denke ich, allen Interessierten an meiner
gesundheitlichen Verfassung eine Antwort gegeben.
Auch in diesem Jahr gingen zwei von mir betreute Athleten in
Berlin an den Start. Ich selbst hatte mich ebenfalls auf den Marathon in Berlin
mit hochgesteckten Zielen (< 02:40 Std.)vorbereitet.
Für Marlies Röhle war es nach ihrem Debüt im vergangenen Jahr
(05:00:59 Std.) der zweite Marathon. In diesem Jahr konnte sie konstant in der
Vorbereitung trainieren. Der Lohn für
das konsequente Training war eine deutliche Verbesserung ihrer Vorjahreszeit
auf 04:29:55 Std. Wie sie selbst sagt,
soll es das noch nicht gewesen sein und möchte im nächsten Jahr an gleicher
Stelle ihre Zeit noch weiter verbessern.
Mit Carola Büchner war eine weitere Läuferin aus der Kamenzer
Region in Berlin am Start. Eine ungünstige Startposition und dichtes Gedränge
auf den ersten Kilometern sorgten für ein sehr verhaltenes Anfangstempo.
Gescheiter Weise ließ sie sich aber davon nicht beeindrucken und fand später
ihr eigenes Tempo. Am Ende hatte es zwar nicht für die Zielzeit von 04:30 Std. gereicht, aber sie
erreichte mit 04:38:28 zufrieden eine persönliche Bestzeit.
Meine eigenen Ambitionen wurden bereits 1 Stunde vor dem Lauf
mit Schmerzen in der rechten Wade zerstört. Mit der Hoffnung auf Besserung bin
ich gehändikapt gestartet, musste
aber nach 27 Kilometern mit stärker werdenden Schmerzen und einer geschwollenen Wade den
Lauf beenden.
Nachdem ich im vergangenen Jahr den Rennsteigmarathon absolviert hatte,
sollte es 2011 auf die Supermarathonstrecke von 72,7 km gehen. Die Entscheidung
dazu fiel bereits kurz nach dem vorjährigen Rennsteiglauf. Das Ziel stand also
für mich langfristig fest und war damit motivierende Ausrichtung für mein
Winter- und Frühjahrstraining. Konsequentes Krafttraining, Bergläufe und
natürlich viele lange Läufe jenseits der 30 km sollten die Form für eine Zeit
um die 6 Stunden bringen. Die Vorbereitung lief gut. Ich konnte ohne erwähnenswerte
Krankheit oder Verletzungen kontinuierlich durchtrainieren und war optimistisch
aber natürlich mit großem Respekt vor den Thüringer Bergen am Vorabend des
Laufes nach Oberhof gereist. Aus dem Trainingsverlauf schätzte ich ein, dass
ich mit einem Durchschnittstempo von etwas unter 5 min gut bis 50 Kilometer
über die Berge kommen müsste. Aber was danach passiert, dafür fehlte mir
natürlich die Erfahrung.
Gemeinsam mit fünf Lauffreunden aus meiner Laufgruppe vom SC
Hoyerswerda ging es pünktlich um 06.00 Uhr in Eisenach an den Start. Ich lief
von Beginn an mein eigenes Tempo nach kontrolliertem Belastungsempfinden. Bis
ca. Kilometer 26 ging es zunächst überwiegend bergauf zum Großen Inselsberg.
Die Anstiege konnte ich recht mühelos im Laufschritt bewältigen. Krafttraining
und Bergläufe hatten sich also spürbar ausgezahlt. Es lief recht flüssig und
ich hatte ein gutes Gefühl. Für den Energienachschub hatte ich mir einige Gels
eingesteckt und an den Verpflegungsstellen lediglich Wasser dazu getrunken.
Gewohnter Weise wollte ich an den Verpflegungsstellen keine Zeit einbüßen und
trank aus den bereitgestellten Bechern im Laufen. So richtig viel kommt dabei
aber im Magen auf diese Weise eher nicht an. Das meiste geht daneben. Die
Trinkmengen waren deshalb recht spärlich. Bei meinen schnellen Straßenmarathons
hatte ich mir immer selbst Trinkflaschen organisiert, woraus sich weitaus
besser trinken lässt. Mein Tempo war mit ca. 04:45 min/km in der ersten Hälfte
am optimalen Limit, was ich mir vorgenommen hatte. Ich war somit im zu
erwartenden Grenzbereich. Da muss absolut alles stimmen, wenn man gut ankommen
will. Es stimmte aber leider „nicht alles“. So kurz vor Oberhof, bei gut 50
Kilometern, bekam ich zunehmend einen trockenen Hals und ein aufkommendes
Durstgefühl. Der dann folgende Anstieg nach dem Grenzadler war für mich der
Scharfrichter. Zwar immer noch im Laufschritt, aber zunehmend immer langsamer,
ging es nur noch bergauf. Am Oberhofer Rondell dachte ich schon ernsthaft an
Aufhören, da in Sichtweite unsere Unterkunft war und ich noch gute 15 Kilometer
vor mir hatte. Von dort aus ging es dann auch noch einmal richtig hoch auf den
Großen Beerberg. Mit 973 m war dort der höchste Punkt der Strecke. Bei Kilometer 61 musste ich an diesem Anstieg
dann erstmals kapitulieren und es ging nur noch gehend weiter. Am Gipfelpunkt
wollte ich eigentlich nicht wirklich weiterlaufen. Erschöpfung, Schmerzen in
den Beinen und „Durst“. Die Sinne trübten sich und es ging nur noch mechanisch
im schleichenden Laufschritt weiter. Musik und der Duft von Rostbratwurst
kündigten die Verpflegungsstelle bei Kilometer 64 an der Schmücke an. Erstmalig
blieb ich an einer Verpflegungsstelle richtig stehen und kippte einen großen
Becher Cola und gleich noch einen mit Wasser hinterher. Vor dem Lauf war die
Schmücke mein großes Ziel, denn von dort aus geht es fast nur noch bergab und
man könnte es noch einmal richtig rollen lassen. Bei mir rollte nichts mehr,
nicht einmal bergab. Zu der allgemeinen Schwäche kamen nun auch zunehmend
Krämpfe, die mich hin und wieder zum Stehen brachten. Die Minuten vergingen,
aber nicht die letzten Kilometer. Die waren wie angestemmt. Dann endlich im
Ziel… , bei 06:18:51 Stunden, eine Zeit mit der ich immer noch zufrieden sein
kann. In meinen Vorträgen zum Trinken beim Training und Wettkämpfen verweise
ich immer auf eine Übersicht zu den Symptomen der Dehydrierung.
Stufe 6: Drastischer Leistungsabfall mit Störung der
Bewegungskoordination, Muskelkrämpfe, Leistungsabbruch sicher…
Die vermeintliche Zeit, die ich glaubte an den
Verpflegungsstellen einzubüßen, wenn ich zum Trinken stehen bleibe, habe ich am
Ende mehrfach eingebüßt. Einen Kick langsamer beginnen und an jedem
Getränkepunkt kurz stoppen, um zu trinken, dann wären die 6 Stunden zu
schaffen!?
Am Ende stand ich immer noch als Zweitplatzierter auf dem Siegertreppchen in der AK 50 gemeinsam mit meinem Lauffreund Andreas Panthen von der LG-Buchsbaum
in Berlin, der ca. 15 Minuten nach mir das Ziel auf dem 3. Platz der AK erreichte.
08.05.2011 - 14. Oberelbe-Marathon von Königstein nach Dresden Nicht für alle meiner Schützlinge erfüllten sich die Träume des gesetzten Tageszieles. Waren es Probleme bei der Ernährung, die wärmeren Temperaturen oder auch der zeitweise Gegenwind. Das erfreulichste Resultat lieferte Petra Hesse, die über sich und die Laufveranstaltung einen umfangreichen Bericht unter Laufszene Sachsen geschrieben hat :..."Ich
bin glücklich und es fällt mir ein Stein vom Herzen, dass sich mein
Training nach Ralf Harzbeckers (Personal Trainer) Trainingsplänen
gelohnt und sich seine Tipps ausgezahlt haben." (der komplette Artikel)
17.04.2011: Dietmar Müller wird in Griesheim Deutscher Vizemeister über die Halbmarathon-Distanz. In einer Zeit von 01:17:12 Std. war er nur knappe 14 Sekunden hinter dem AK55-Sieger Jürgen Tuch vom Chemnitzer LG MAGWARE.
13.03.2011 Der erste Lauftreff zum OEM-Marathon startete heute pünktlich um 10.00 Uhr am Blauen Wunder. Bei schönstem Frühlingswetter und schnell ansteigenden Temperaturen gingen 11 Läufer auf die geplante 25 km Trainingstrecke, die sich Ulf Kühne vom Laufverein OEM (Bericht mit Bildern) für diesen Tag einfallen ließ. Das gemeinsame Training hatte allen Spaß gemacht und die Fortsetzung am 03. April sollte sich jeder Interessierte schon einmal vormerken. Geplant sind dann ca. 30 km, die auch wieder in verschiedenen Geschwindigkeitsgruppen gelaufen werden können.
05.03.2011: Dietmar Müller wird mit deutlichem Vorsprung in Löningen Deutscher Crossmeister in der M55. Gratulation!!!
12.02.2011: Dietmar Müller wird in Erfurt Deutscher Vietze-Hallenmeister über 3000m in der M55. Gratulation!!!
Besser konnte der Saisonstart von Dietmar Müller (LG asicsPirna) nicht sein. Als ersten Jahreshöhepunkt sollte es für Dietmar am 29. und 30.01. nach Chemnitz zu den Senioren-Landesmeisterschaften in der Halle gehen. Bereits eine Woche vorher absolvierte er gemeinsam mit mir den Hallen-Paarlauf überr 10.000 m in der Senftenberger Niederlausitz-Halle. Dort hatten wir den „jungen Wilden“ gezeigt, was Erfahrung und eine gute Renneinteilung wert sind. Wir siegten am Ende mit über 2 Minuten Vorsprung nachdem wir anfangs mit Rückstand nur auf Platz 3 lagen in 32:55 Minuten. Insgesamt war es vor allem für uns ein sehr gutes Training. Eine Woche später ließ es Dietmar dann richtig krachen. In 2 spannenden Rennen über die 3000m in10:01 Minuten und Tag‘s darauf über die 1500m in 04:40 Minuten sicherte er sich nicht nur den Sieg, sondern pulverisierte auch gleichzeitig die bestehenden Sachsenbestleistungen der AK 55. An diesem Wochenende geht es für Dietmar nach Erfurt zur Hallen-DM der Senioren über die 3000m an den Start. Eine weitere Leistungssteigerung und eine vordere Platzierung sollte dort möglich sein. Viel Erfolg Dietmar!
Nur 2 Wochen nach der Herbstlaufwoche weilte ich wieder in Zinnowitz zu einem Lauf-Wochenende. Zu den angereisten Laufsportlern gehörten hauptsächlich Teilnehmer aus dem vom Berliner Lauf-A-B-C ( www.lauf-abc.com ) im Juni diesen Jahres organisierten Seminar am Zeuthener See. Das im Juni durchgeführte WE-Seminar hatte Appetit nach einer ähnlichen Weiterführung gemacht. Mein Vorschlag, dies im November in Zinnowitz durchzuführen, traf auch sofort auf Zustimmung. Von den dortigen idealen Bedingungen konnten sich dann auch alle während der 2 Tage überzeugen. Angefangen vom morgendlichen Strandlauf, Techniktraining auf der Kunststoffbahn, Aquajoggen im Meerwasserschwimmbad bis zum anschließenden Besuch der Bernsteintherme mit Strandsauna. Die Krönung war dann der lange Lauf am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und die anschließende Einkehr beim "Italiener". Hier fand ein aktives und erlebnisreiches Wochenende seinen Abschluss. Und weil es allen so viel Spass gemacht hat, gibt es am 09.+10.April 2011 eine Weiterführung am Zeuthener See. Einige Anmerkungen von Teilnehmern zu diesem Wochenende: "Vielen Dank noch einmal für ein tolles Wochenende.Es hat riesig Spaß
gemacht.Leider war es viel zu schnell um. Das Aquajogging fand ich ein
echtes Highlight. Unter Wasser hatte ich das Gefühl die Arme noch
bewusster einzusetzen, durch den Wasserwiderstand hat man sie einfach
besser gespürt. Über die Videoanalyse habe ich mich total gefreut, da hat
sich doch das Training echt gelohnt. Die Tage haben einen neuen
Motivationsschub gebracht. Die Gruppe ist einfach toll und es hat Spaß gemacht."
Nach 1 1/2 Jahren Unterbrechung fand wieder die Laufwoche in Zinnowitz auf der Insel Usedom statt. Mit insgesamt 13 Teilnehmern stieß die Teilnehmerzahl diesmal auch fast an ihre Grenzen. Ein Novum war der diesmal jüngste Teinehmer bei einer Laufwoche. Das war der 12 jährige laufbegeisterte Nils aus Brieske, der es schaffte seine Eltern zum Laufen zu bewegen und mit ihnen gemeinsam an der Laufwoche teilnahm. Für ihn stand nach der Woche fest: "Da müssen wir nächstes Jahr wieder mitmachen". Das brachten aber auch die anderen Teilnehmer beim schwerfallenden Abschied am letzten Tag zum Ausdruck. Für mich als Trainer natürlich ein schönes Kompliment. Die gutausgewogene Mischung aus vielseitigem Lauftraining, interessanten Theorieseminaren und den gemeinsamen Unternehmungen mit Wanderungen und Kinobesuch an den Nachmittagen und Abenden machte die Woche zu einem kurzweiligen Erlebnis.
Die Wetterprognosen hatten es ja bereits vorhergesagt, aber jeder hoffte natürlich, dass es am Wettkampftag nicht so schlimm wird. Aber
dann kam es doch, der Regen der am Sonnabend begann, setzte sich nahtlos am Sonntag
fort. Für alle Teilnehmer, Betreuer und natürlich die vielen Helfer und
Zuschauer an der Strecke wurde es zu einer „Wasserschlacht“. Müllsäcke und
Folien waren somit für die Läufer bereits vor dem Start gefragt wie nie. Die Teilnehmer schienen vom Regen dann vor
dem Start gar nicht so sehr beeindruckt. Mit reichlich Adrenalin durch das
Startfieber war das schlechte Wetter Nebensache. Sachen abgeben, den jeweiligen Startblock
aufsuchen und die prickelnden Minuten und Sekunden bis zum Gänsehautstart von
rund 40.000 Läufern durch den Schauspieler Till Schweiger abwarten.
Viele Wochen gezielte Trainingsvorbereitung mit manchen
Herausforderungen und Entbehrungen lagen hinter den 8 Läufern aus meiner
Bertreuungsgruppe. Was es Wert war, sollten die nächsten 3 bis 5 Stunden
zeigen. Besonders für Marlies Röhle, die
ihren ersten Marathon absolvierte, war es eine harte Bewährungsprobe. Bereits
die Vorbereitung verlief mit einigen Schwierigkeiten. Aufgrund von
gesundheitlichen Problemen musste das Training etwas reduziert werden und die
Vorbereitung verlief dadurch nicht so optimal wie geplant und notwendig. Der
eiserne Wille, den Marathon in Angriff zu nehmen und als Finisher durch das
Brandenburger Tor zu laufen, gaben ihr die Kraft das Vorhaben erfolgreich
umzusetzen. Bis auf Kathrin Dobmeier, die wegen einer Erkältung nicht an den
Start ging, kamen alle meine Läufer gut
ins Ziel und zum Teil auch mit persönlichen Bestleistungen.
Dass es bei jedem Marathonlauf immer wieder zu neuen
Erfahrungen, auch schmerzhaften kommt, war natürlich auch an diesem Tag für manchen
so. Der unvergessliche Zieleinlauf lässt
aber alle Schmerzen und Probleme auf den letzten Metern vergessen.
Aus Trainersicht bin ich mit dem Abschneiden aller Läufer
sehr zufrieden. Ich möchte daher auch gar keinen besonders hervorheben, denn alle
haben ihr Bestes gegeben und waren im Bereich ihrer Möglichkeiten erfolgreich
im Ziel angekommen.
Der
Radeberger Bierkutscher Ernst hielt am 12. September 2010 einen Insidertipp für
sportlich Aktive parat. Die in regionalen und überregionalen Wettbewerben
erfolgreichen Athleten der Laufgruppe des RC 1898 Radeberg luden zum 1.
Radeberger Hüttertallauf ein. Bei herrlichem Sonnenschein traf sich auf dem
Radeberger Markt ein buntes Teilnehmerfeld von Spitzenathleten und
Freizeitläufern. Der Oberbürgermeister Gerhard Lemm, Gesamtleiter Jörg Fernbach
und der Bierkutscher Ernst begrüßten zur Premiere die 140-köpfige Läuferschar.
Diese musste einen 9,7 Kilometer langen, anspruchsvollen Rundkurs durch das reizvolle
Landschaftsschutzgebiet des Hüttertales absolvieren. Alle Teilnehmer wurden für
ihr Durchhaltevermögen mit einem Radeberger Bierglas belohnt, welches auch nach
Bedarf gefüllt werden konnte.
Das
Männerrennen dominierte der national und international erfolgreiche
Seniorensportler (M 50) und Personal Trainer Ralf Harzbecker
(SC -Hoyerswerda/Red
Caps), der souverän in einer Laufzeit von 34:10 Minuten gewann. Nach ihm kam Dietmar
Müller (M 50; LG Asics Pirna; 35:15 min), der dreifache Senioren-Europameister
von 2009, über die Ziellinie. Dieser trainiert seit 2006 nach individuellen
Trainingsplänen des Siegers und war bereits am Vortag bei den Deutschen
Meisterschaften in Ohrdruf erfolgreich. Der Drittplatzierte Andreas Peschka
(M35; Alaun GmbH) folgte mit nur 6 Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten
ins Ziel.
In der
Frauenklasse befand sich die Favoritin Christin Marx (W 45; TSV Dresden), eine
gebürtige Radebergerin, wieder einmal auf Siegkurs. Sie lief sich einen komfortablen
Vorsprung heraus und beendete als Schnellste nach 40:23 Minuten ihren Lauf.
Annett Speer ((W 40; LG eXa; 43:55 min) und Kathrin Klatt (W 45; Sportfreunde
Ottendorf-Okrilla; 44:12 min) komplettierten das Siegerpodest.
Bei den Ehrungen
wurden die Sieger im Gesamtklassement mit einem einmaligen Pokal überrascht: einem
großen, vom Künstler Dirk Hantschmann gefertigten Holzpokal! Er verwendete für
seine Arbeit einen durch den diesjährigen wütenden Tornado entwurzelten Baum -
die Wildkirsche (Baum des Jahres 2010).
Die
abschließende Verlosung von wertvollen Preisen rundete ein gelungenes Laufereignis
ab. Auf Grund der großen Resonanz wird sich dieser Lauf in der sächsischen
Laufszene etablieren. So wird es in Zukunft in der Bierstadt nicht nur
Geschichten rund um das Bier geben, sondern auch ums Laufen.
Alle
Ergebnisse unter: www.triathlon-service.de
Fotos: Cornelia Wehner
Im Jahr 2008 haben wir gemeinsam
mit Personaltrainer Ralf Harzbecker erfolgreich ein Wochenendlaufseminar
durchgeführt. Die damalige Resonanz und Begeisterung war so groß,
dass diese Veranstaltung buchstäblich nach Wiederholung "rief". Und
das vergangene Wochenende war wieder einmal für alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer ein großer Erfolg. So jedenfalls der Tenor von allen bei
der kurzen gemeinsamen Auswertung. Jede/r ist am Sonntagnachmittag mit
interessanten Anregungen, Praxishinweisen und neuen eigenen
Erkenntnissen nach Hause gefahren. Hier hatte sich eine tolle Gruppe
gefunden. Allen Teilnehmern noch einmal herzlichen Dank für die tolle
Stimmung. Besonderer Dank gilt jedoch unserem kompetenten
Personaltrainer Ralf Harzbecker, der wieder in prägnanter und
praxisnaher Form viel Wissen um das gesunde Laufen, vermittelt hat.
Feedback von 2 Teilnehmern:
"......auf diesem Weg möchte ich nochmal Danke sagen für tolle 2Tage rund
ums
gesunde Laufen.Ich habe zwar ne Menge Bücher in die ich immer wieder mal
reinschaue aber diese können keinen Trainer ersetzen. Ich freue mich
schon sehr auf eine Fortsetzung im November."
"...Meine Erwartungen an das letzte Wochenende wurden in
jeder Form übertroffen. Es hat riesen Spaß gemacht, egal ob es die
Theorie oder
die Praxis war. Die Auswertung der Laufvideos war so interessant und
aufschlussreich
uhuuund: Zum ersten Mal ist mir dadurch so richtig (!!!) bewußt
geworden, was
ich meinem Körper mit meinem Kampfgewicht so antue. Schade, dass
das Wochenende so schnell vorbei war. Auch mental hat mir das Wochenende
echt
viel gebracht. Ich freu mich schon sehr auf das Wochenende im November."
Der Läufer braucht immer wieder mal eine neue Herausforderung, so auch ich. Nach 3 Starts beim Rennsteiglauf über die Halbmarathon-Strecke war nun mal ein längerer "Kanten" fällig. Also ging's dieses Jahr über den Rennsteigmarathon mit 43,5 km. Die Vorbereitung dafür verlief nach Plan und ohne Verletzungen. Als Ziel stellte ich mir eine Zeit um die 03:00 Stunden. Da man gegenüber einer flachen Strecke doch etwas drauf rechnen muss, ging ich bei meiner Vorbereitung von ca. 02:45 Stunden aus. Etwas mehr und konsquenteres Krafttraining als gewöhnlich sollten dann die nötige Kraft für die Berge bringen. Die ersten Kilometer liefen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 4 Minuten auch recht beherrscht. Mit einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 01:25:26 Std. lag ich auch gut im Plan. Für gewöhnlich fängt der Marathon ja erst jenseits der 30 Kilometer an, erst recht in den Bergen. So war es dann auch. Die Berge schienen mir immer höher zu werden. Die Oberschenkelmuskeln wurden allmählich fest, was sicherlich vor allem durch die Bergabpassagen kam. Ab Kilometer 35 fingen dann auch schon die Waden an zu zucken, um mir zu verstehenzu geben, wenn Du nicht langsamer läufst verweigern wir dir den Dienst und melden uns mit einem Krampf ab. Ich nam es ernst und war dann heilfroh den letzten Anstieg zum Ziel nach Schmiedefeld ohne Krampf erreicht zu haben. Mit meiner Endzeit von 03:00:59 Std. bin ich zwar knapp über der 3-Stunden-Marke geblieben, war aber dennoch voll zufrieden mit dem Ergebnis. Immerhin war ja die Durchgangszeit bei der klassischen Marathonmarke von 42,195 Kilometern mit 02:55:11 Stunden recht deutlich unter den 3 Stunden. In der Gesamtplatzierung belegte ich den 22. Rang und in der AK M50 Platz 1. Heute, am Tag 3. danach, verschwindet auch langsam wieder der Muskelkater, wie ich ihn schon lange nicht hatte...